Wie wurden die ersten Krawatten gebunden?
Das geschah mit dem einfachen Windsor-Knoten, benannt nach dem Herzog von Windsor. Dieser wird auch als Uniformknoten bezeichnet, da er bei Krawatten verwendet wird, die Teil einer Uniform sind. Es gibt zwei Varianten des Windsor-Knotens: den einfachen und den doppelten Windsor. Der einfache Windsor ist ein schmaler, dreieckiger Knoten; der doppelte Windsor ähnelt dem einfachen, ist jedoch voluminöser und etwas anspruchsvoller zu binden. Zusammen mit dem Four-in-Hand (ein einfacher Krawattenknoten) gehören diese nach wie vor zu den meistgenutzten Knoten.
Wie breit sollte eine Krawatte sein?
Die Standardbreite liegt aktuell bei acht Zentimetern – genau wie zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts. In den Zwanziger- und Dreißigerjahren wurde die Krawatte zeitweise breiter: Damals gab es Modelle mit bis zu zwölf Zentimetern, wie man sie etwa aus amerikanischen Gangsterfilmen kennt. In den Fünfzigern und Sechzigern wurden Krawatten dann wieder schmaler. Orientieren Sie sich auch am Revers Ihres Colberts: Ihre Krawatte sollte so breit sein wie die breiteste Stelle des Revers.
Und wie lang ist eine Krawatte?
Die Länge einer klassischen Krawatte beträgt eineinhalb Meter. Da man das mit einem einzelnen Stück Stoff nicht hinbekommt, sieht man deshalb eine Ansatznaht im schmalen Teil der Krawatte. Diese Ansatznaht verläuft immer schräg, weil eine Krawatte diagonal aus dem Stoff zugeschnitten wird – sonst könnten Sie sie nicht binden. Laut Etikette berührt das Ende Ihrer Krawatte gerade eben den Hosenbund. Achten Sie außerdem darauf, dass die Krawatte nicht unter Ihrem Sakko hervorschaut.
Aus welchem Material besteht eine Krawatte?
Die besten Krawatten für Herren sind aus Seide gefertigt. Gestrickte Krawatten aus Wolle sieht man heute ebenfalls wieder häufiger – vor allem im Sommer. Das hat seinen Ursprung in den Zwanzigerjahren, als Männer sie mit Tweedjacken und Plusfours kombinierten. Eine gestrickte Krawatte verleiht Ihrem Outfit eine sportliche Note. Außerdem werden heutzutage viele Krawatten aus synthetischen Stoffen hergestellt.
Wie hält man eine Krawatte gepflegt?
Eine Krawatte aus Seide bleibt empfindlich, aber mit diesen einfachen Tricks bleibt sie in Bestform:
- Legen Sie ein feuchtes Geschirrtuch (nicht zu nass) auf eine verknitterte Krawatte und gehen Sie vorsichtig mit einem heißen Bügeleisen darüber. Tun Sie dies nur ein paar Sekunden lang.
- Wenn Sie eine Krawatte bügeln, ist es außerdem wichtig, auch die Rückseite zu bügeln – so bleibt die sichtbare Vorderseite am längsten schön.
- Außerdem ist es sinnvoll, die Krawatte nach jedem Tragen zu lösen und hängend auf einem Krawattenhalter aufzubewahren.
Welche Farbe ist die beste?
Das hängt ganz davon ab, was am besten zu Ihrem Hautton und Hemd passt. Die Nachfrage nach Krawatten mit Muster oder in einer auffälligen Farbe hat in den letzten Jahren beispielsweise wieder zugenommen. Rote Krawatten wecken Assoziationen von Macht und werden häufig von Politikern getragen. Eine blaue Krawatte strahlt Ruhe und Selbstbewusstsein aus und ist eine praktische Farbe für wichtige Meetings oder Vorstellungsgespräche. Entscheiden Sie sich aber vor allem für das, was Ihnen selbst gefällt und zu Ihnen passt.