Ein Stück Geschichte
In der Bekleidungsindustrie werden viele Teile gestrickt. Da denkt man schnell an einen Pullover aus Lammwolle. Das muss aber nicht sein, denn es gibt verschiedene Strickmaschinen, die jeweils ihre eigenen Qualitäten haben. Nachfolgend kannst du ein wenig über die Rund- und die Flachstrickmaschine lesen. Aber wie ist das Stricken eigentlich entstanden? Stricken ist eine jahrhundertealte Technik, die auf der ganzen Welt angewendet wird. Früher nannte man das Stricken Nadelbinden, und es ähnelte eher dem Häkeln. Der einzige Unterschied war, dass es mit anderen Nadeln als beim Häkeln gemacht wurde. Es heißt, dass das Stricken vermutlich in Ägypten entstanden ist; die ersten gestrickten Dinge waren Socken. Die erste Strickmaschine wurde erst viel später erfunden, nämlich im 18. und 19. Jahrhundert. Erst im 19. Jahrhundert wurde auch in Fabriken gestrickt, für die Kleidungsproduktion in großem Maßstab.
Verschiedene Maschinen
Es gibt verschiedene Maschinen, mit denen du ein Gestrick herstellen kannst. In diesem Artikel wird ein wenig über die gängigsten Maschinen erzählt: die Flachstrickmaschinen und die Rundstrickmaschinen.
Flachstrickmaschine
Bei einer Flachstrickmaschine können die Nadeln einzeln gesteuert werden. Dadurch ist es möglich, Muster einzuarbeiten. Mit einer Flachstrickmaschine werden vor allem Pullover und Strickjacken hergestellt. Ein großer Vorteil des Strickens ist, dass kein Stoff verloren geht, da die Maschine direkt in der richtigen Form arbeitet. Mit einer Flachstrickmaschine werden vor allem Pullover und Strickjacken produziert. Manche Strickmaschinen können sogar mehrere Teile gleichzeitig zu einem Kleidungsstück verarbeiten.
Rundstrickmaschine
Diese Maschine wird weltweit am häufigsten in der Produktion eingesetzt. Mit einer Rundstrickmaschine kannst du verschiedene Stoffe verarbeiten. Du kannst damit unter anderem Unter- und Oberbekleidung herstellen, aber auch Nylonartikel wie Strümpfe und Socken. Heutzutage werden daraus aber auch Pullover und Hosen gefertigt. Für die Herstellung von Socken ist eine solche Rundstrickmaschine sehr praktisch, denn du kannst gezielt Nadeln stilllegen, um zum Beispiel die Ferse zu stricken. Rundstricken ist eigentlich eine Technik, bei der mit mehreren Stricknadeln ohne Kopf oder mit zwei Rundstricknadeln im Kreis gestrickt wird. Sobald die Maschen aufgenommen sind, werden sie miteinander verbunden, sodass eine Art Schlauch entsteht, anstatt eines flachen Stücks wie bei der gewöhnlichen Stricktechnik.
Sticharten
- das Waffelmuster
- das Perlmuster
- der Jersey (glatt rechts)
- das Honeycomb
- das Zopfmuster
Erklärung der Stiche
Beim Stricken kannst du endlos mit Stricharten variieren. Jeder Stich verleiht dem Kleidungsstück ein anderes Aussehen. Das Waffelmuster ist eine dieser Arten. Dieser Stich verdankt seinen Namen der Tatsache, dass er dem Stoff wirklich einen Waffeleffekt verleiht. Es handelt sich eigentlich um eine Art Bündchenmuster, das sich dadurch etwas zusammenzieht. Am schönsten ist es bei dieser Technik, etwas mehr Maschen zu verwenden, da du sonst die kleinen Kästchen etwas mehr auseinanderziehen musst. Du kannst diese Technik beim Stricken eines Pullovers oder eines Schals einsetzen. Aber auch Decken werden häufig mit dem Waffelmuster gestrickt.
Dann das Perlmuster. Diese Technik entsteht durch den Wechsel von rechten und linken Maschen. Die Maschen werden nicht direkt übereinander gestrickt, sondern versetzt. Mit diesem Stich werden vor allem Pullover gestrickt, weil er dem Stoff ein schönes Relief verleiht.
Eine weitere sehr beliebte Stricktechnik ist das Jersey-Muster (glatt rechts). Dieser Stich ist recht einfach, weil der Faden auf einer Seite der Nadel bleiben kann. Die Vorderseite hat ein V-förmiges Muster und die Rückseite ein Rippenmuster. Das liegt daran, dass die Vorderseite mit rechten Maschen und die Rückseite mit linken Maschen gestrickt wird. Dadurch entsteht das Jersey-Muster; dieser Stich kann auch mit einer Rundstrickmaschine hergestellt werden. Die meisten Kleidungsstücke, die mit diesem Stich gefertigt werden, sind Pullover und Strickjacken.
Um noch mehr Informationen über weitere Stricktechniken zu geben, erkläre ich auch noch, was der Honeycomb und das Zopfmuster sind, da diese Stiche ebenfalls regelmäßig vorkommen.
Mit dem Honeycomb entsteht nämlich eine Art Rautenmuster, das sich zum Beispiel für Pullover gut eignet. Der Honeycomb ähnelt sehr dem Jersey-Muster; der einzige Unterschied besteht darin, dass die Schlaufen in der Mitte in die falsche Richtung verlaufen, sodass Rauten statt kleiner V-Formen entstehen. Die Technik verdankt ihren Namen der Tatsache, dass die im Muster entstehenden Rauten ein wenig an Honigwaben erinnern.
Zum Schluss das Zopfmuster. Bei dieser Technik sieht es so aus, als würden Kabel durch den Stoff verlaufen – daher auch der Name. Ein Zopfmuster ist eine ziemlich knifflige Technik, weil du eine Hilfsnadel (Zopfnadel) benötigst. Du beginnst die Masche mit 4 Maschen, die du von der linken Nadel abhebst und auf die Zopfnadel legst. Anschließend werden diese Maschen von der Zopfnadel gestrickt, danach werden einige Maschen einfach normal weitergestrickt. Und so entsteht das Zopfmuster. Diese Technik wird am häufigsten bei Pullovern verwendet; sie sieht nicht nur schön aus, sondern ist auch stabiler, weil das Gestrick dicker ist. Außerdem ist es deutlich wärmer, weil die Maschen dicht beieinander liegen.
Vorteile des Strickens
Wenn wir uns die Gestricke und Produkte ansehen, die Suitable in der Kollektion hat, wirst du feststellen, dass es vor allem viele Gestricke im Jersey-Muster gibt. Es ist die einfachste Art des Strickens, und besonders die Baumwollpullover sind an keine Saison gebunden. Das Perlmuster ist ein beliebter kleiner Bruder des Jersey-Musters und eine Strickart, die uns in den Pullovern häufig begegnet. Es ist einen Tick modischer und verleiht dem Produkt einen lässigen Charakter.